Pünktlich zum Museumsfest im September 2025 wird durch die Donnerstagsgruppe der Sägeschopf neu gestaltet. Nachdem die alte Weintrotte dem Wurm zum Opfer gefallen ist, haben unter dem freigewordenen Dach hundert und mehr Jahre alte Holzbearbeitungsmaschinen einen Platz gefunden: gespendete, tonnenschwere Maschinen mit Riemenantrieb waren mit viel Mannpower von der Rentnergruppe vom Rande der Schwäbischen Alp geholt, restauriert und beim Freihof wiederaufgebaut worden: so Bandsäge und eine Drechselbank mit Langlochaufsatz zum Herstellen von Holzleitern. Zwei alte Kreissägen sind einsatzbereit, um im Wechsel das Modeln und Fälze zu zeigen. Um möglichst viel zu verwerten, wurden früher die Bretter nicht parallel gesägt, sondern nur hart an der Waldkante entlang und später eben jedes zweite Brett um 180 Grad gedreht montiert. Der vorgesehene Schnitt wird mit einer im Rußkasten eingefärbten Schnur geschlagen. Beim Fälze wird mit einem Wanknutblatt eine halbe Nut gesägt; die Nutbreite wird durch das Flattern entsprechend der Schrägstellung des Blattes erreicht. Dafür braucht es die schweren Maschinen, auf Eichenbalken montiert, mit entsprechender Konstruktion und stabilem Lager.